Wir fordern ein besseres Baustellenmanagement – Holger Augustin: „Belastungen müssen spürbar reduziert werden“

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Die CDU-Fraktion reagiert mit Sorge auf die von der Stadt vorgestellte Baustellen-Übersicht für 2026. Wie die HNA berichtet, werden zahlreiche wichtige Verkehrsachsen gleichzeitig von Baustellen betroffen sein - mit erheblichen Folgen für den Verkehr in Kassel.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Holger Augustin, erklärt:
„Selbstverständlich sind Investitionen in unsere Infrastruktur notwendig und richtig. Aber was die Bürgerinnen und Bürger jetzt erwartet, ist eine enorme Belastung. Wenn mehrere zentrale Verkehrsachsen gleichzeitig eingeschränkt werden, führt das zwangsläufig zu Frust, Zeitverlust und unnötigem Stress im Alltag. Das darf nicht der Normalzustand werden.“

Nach Ansicht der CDU-Fraktion reicht es nicht aus, Verkehrsprobleme als „unvermeidbar“ hinzunehmen. „Baustellen lassen sich nicht vermeiden, Staus in diesem Ausmaß aber sehr wohl abmildern. Genau hier erwarten wir von der Stadt mehr Einsatz, mehr Kreativität und vor allem eine bessere Koordination“, so Augustin.

Die CDU-Fraktion weist darauf hin, dass die operative Planung und Koordination von Baustellen in Kassel in der Verantwortung des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes liegt. „Auch wenn wir als CDU-Fraktion in den vergangenen Jahren Verantwortung in der Stadtregierung getragen haben, müssen Zuständigkeiten klar benannt werden. Die konkrete Ausgestaltung des Baustellenmanagements liegt beim Straßenverkehrs- und Tiefbauamt und damit im Verantwortungsbereich der zuständigen Dezernentin Simone Fedderke.“

Gleichzeitig betont die CDU-Fraktion, dass ein funktionierender Verkehr in einer wachsenden Stadt kein Nebenthema sein darf. „Eine bewusste Verknappung des Autoverkehrs durch mangelnde Koordination von Baustellen ist aus unserer Sicht kein geeignetes Mittel, um Verkehrswende zu gestalten. Wer Akzeptanz für alternative Mobilitätsangebote schaffen will, muss zunächst dafür sorgen, dass der Alltag der Menschen funktioniert“, so Augustin.

Die CDU-Fraktion wird sich deshalb für ein intelligenteres und bürgerfreundlicheres Baustellenmanagement einsetzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Bauarbeiten verstärkt in die Nachtstunden oder auf verkehrsärmere Zeiten zu verlegen
  • Sperrungen zentraler Verkehrsachsen besser aufeinander abzustimmen
  • Bauphasen klarer zu strukturieren und zeitlich enger zu takten
  • Beschleunigte Bauverfahren konsequenter einzusetzen
  • Klare Regelungen für Bauzeiten und ein konsequenter Umgang mit Verzögerungen
  • Flexible Ampelschaltungen und digitale Verkehrslenkung zur Entlastung stark betroffener Bereiche
  • Eine transparente, digitale Baustellenübersicht mit verlässlichen Zeitplänen

Augustin abschließend: „Ein modernes Baustellenmanagement bedeutet, nicht nur zu bauen, sondern den Verkehr aktiv mitzudenken. Andere Städte zeigen, dass sich Belastungen deutlich reduzieren lassen, wenn Planung, Technik und Kommunikation zusammenwirken.“

Besonders wichtig sei aus Sicht der CDU-Fraktion eine klare und verlässliche Information der Öffentlichkeit: „Die Menschen müssen wissen, was auf sie zukommt. Unsicherheit und ständig neue Überraschungen sorgen zusätzlich für Ärger. Transparenz und Planbarkeit sind entscheidend – für Pendler, Anwohner und Unternehmen gleichermaßen.“

„Die Kasseler Verkehrsteilnehmer haben in den vergangenen Jahren viel Geduld bewiesen. Jetzt ist es an der Stadt, alles dafür zu tun, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. Kassel braucht ein Baustellenmanagement, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert – pragmatisch, koordiniert und bürgernah.“

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