Wer den Vereinen zuhört, kann Bürokratie ganz konkret abbauen
Die CDU-Fraktion will Kasseler Vereine bei der Abwicklung von Mitgliedsbeiträgen, die über Leistungen für Bildung und Teilhabe übernommen werden, von unnötigem Verwaltungsaufwand entlasten. Der entsprechende Antrag der CDU-Fraktion wurde im zuständigen Ausschuss einstimmig angenommen.
Entstanden ist die Initiative aus Gesprächen des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Maximilian Schäfer mit Kasseler Vereinen. Dabei wurde deutlich, dass die bisherige Abwicklung der geförderten Mitgliedsbeiträge bei einigen Vereinen unnötigen zusätzlichen Aufwand verursacht.
„Die Idee für den Antrag kommt direkt aus unseren Vereinen. In den Gesprächen wurde mir geschildert, dass viele Vereine ihre Beiträge beispielsweise quartalsweise oder halbjährlich einziehen, die geförderten Mitgliedsbeiträge aber in einem kleinteiligeren Rhythmus abgewickelt werden. Gerade bei ehrenamtlich geführten Vereinen entstehen dadurch zusätzliche Buchungs- und Zuordnungsvorgänge. Für mich war klar: Wenn uns die Vereine auf solche unnötigen bürokratischen Hürden aufmerksam machen, müssen wir zuhören und versuchen, sie aus dem Weg zu räumen“, erklärt Schäfer.
Mit dem Antrag soll die Abwicklung deshalb flexibler gestaltet werden. Bewilligte Mitgliedsbeiträge sollen, soweit rechtlich möglich, so ausgezahlt werden können, dass weniger einzelne Zahlungsvorgänge bei den Vereinen entstehen und ihre üblichen Beitrags- und Abrechnungsrhythmen stärker berücksichtigt werden. Die Höhe oder die Voraussetzungen der Förderung werden dadurch nicht verändert.
Fachlich und im Ausschuss wurde die Initiative von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Alisare Dahere begleitet. „Das ist eine kleine Änderung mit einem sehr konkreten Nutzen. Gerade kleinere Vereine werden häufig vollständig ehrenamtlich organisiert. Jede Stunde, die dort nicht für vermeidbare Verwaltungsarbeit aufgewendet werden muss, steht wieder für die eigentliche Vereinsarbeit zur Verfügung“, so Dahere.
Gleichzeitig gehe es bei dem Antrag auch um gesellschaftliche Teilhabe. Über die entsprechenden Leistungen können Kinder und Jugendliche aus anspruchsberechtigten Familien bei Mitgliedsbeiträgen für Vereine unterstützt werden. Eine unkomplizierte Abwicklung helfe deshalb sowohl den Vereinen als auch den Familien.
„Besonders freut uns, dass der Antrag im Ausschuss einstimmig angenommen wurde. Das zeigt, dass wir bei ganz konkreten Verbesserungen für unsere Vereine auch gemeinsam etwas erreichen können. Genau so verstehen wir Kommunalpolitik: zuhören, Probleme aus der Praxis aufnehmen und daraus Lösungen entwickeln“, erklären Schäfer und Dahere abschließend.
