Umbau des „Kreisel“: Stadt verspielt einmalige Chance

Dominique Kalb

Mit der Absage an einen Umbau des Platzes der Deutschen Einheit („Kreisel“) verspielt Oberbürgermeister Geselle (SPD) die Chance, zukünftige Verkehrsströme an diesem hochbelasteten Verkehrsknotenpunkt auch in Zukunft vernünftig abwickeln zu können und einen Unfallschwerpunkt mit ca. 120 Unfällen im Jahr und 1,1 Mio. Euro Schadenssumme zu entschärfen. Schon die Festlegung von Stadtbaurat Nolda auf einen Umbau vom Kreisverkehr zu einer Kreuzung sei ein Fehler gewesen. „Nach wie vor wäre eine Brückenlösung („Überflieger“) die verkehrstechnisch und volkswirtschaftlich sinnvollste Lösung, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dominique Kalb. Nur so könne man bei den prognostizierten Verkehrszuwächsen zukünftig eine bedarfsgerechte Verkehrsabwicklung sicherstellen. Die prosperierende Entwicklung und das Wirtschaftswachstum in Kassel werden dazu führen, dass zukünftig der Verkehr zunehmen wird und deshalb muss jetzt gehandelt werden, um die Bevölkerung insbesondere im Kasseler Osten vor verkehrsbedingten Belastungen zu schützen. Bereits seit 2012 liegt deswegen eine klare gutachterliche Empfehlung vor, die völlig zu Recht den Bau einer Brücke empfiehlt. „Alles so zu lassen, wie es ist, kann deswegen keine Lösung sein. Offenbar handelt es sich hier um die Fortsetzung der unsäglichen Tradition von falschen und unterlassenen, verkehrspolitisch erforderlichen Entscheidungen des rot-grünen Magistrats“, so Kalb.