Konzept der documenta mit Standort Athen nun auch finanziell gescheitert

Dr. Michael von Rüden

Dr. Michael von Rüden

Dr. Norbert Wett

Die CDU-Fraktion ist entsetzt über die finanzielle Schieflage der documenta gGmbH und darüber, dass vermutlich handelnde Personen und Kontrollmechanismen völlig versagt und zu einem Millionenloch in der Kasse geführt haben, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael von Rüden. Offenbar ist kurz vor dem Ende der documenta 14 der finanzielle Überblick vollkommen verloren gegangen. Durch die Unfähigkeit von Verantwortlichen ist hier für die documenta und für Kassel ein großer Imageschaden entstanden. Inwieweit hier strafrechtlich relevante Tatbestände und mögliche Schadensersatzforderungen im Raum stehen, bleibt abzuwarten. Die CDU, die von Anbeginn an den Ausverkauf der documenta nach Athen massiv kritisiert hatte, fordert jetzt eine umfassende Aufklärung über Ursachen und Verantwortlichkeiten für das Desaster sowie organisatorische und personelle Konsequenzen mit dem Ziel, die documenta und ihre untrennbare Verbindung zu Kassel für die Zukunft zu sichern, so Dr. von Rüden. „Wir wollen wissen, wie viel Geld und wofür im Zusammenhang mit dem Ausstellungsstandort Athen verausgabt wurde“, unterstützt CDU-Bundestagskandidat Dr. Norbert Wett die Forderung der CDU-Fraktion nach Aufklärung. Ebenso steht für die CDU fest, dass in dieser Situation , in der die steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger für das Versagen Anderer in Haftung genommen werden sollen, seitens der Stadt keinesfalls weiterhin über den Ankauf von teuren Kunstwerken nachgedacht werden dürfe, so Dr. Wett. Da derzeit noch nicht klar ist, welche Kosten nach Ende der Ausstellung noch anfallen, könnte das Defizit am Ende sogar noch deutlich größer werden.