Kassel braucht die documenta

Dr. Michael von Rüden

„Die documenta ist neben dem Bergpark Wilhelmshöhe das weltweit anerkannte Alleinstellungsmerkmal von Kassel und es muss alles unternommen werden, um diesen Status auch in Zukunft zu sichern“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael von Rüden. Wer die Ausstellungsstandorte aufmerksam verfolge, der könne beobachten, wie die Besucher nicht oberflächlich, sondern mit erkennbarem Engagement in einen Dialog mit den Kunstwerken treten. Dabei werde die Antisemitismusdebatte nicht ausgeklammert, sondern größtenteils dahingehend kommentiert, dass jegliche Form von Antisemitismus auf der documenta bekämpft werden müsse. „Bundespräsident Steinmeier hat mit seinen klaren Worten anlässlich der Eröffnung denen einen Spiegel vorgehalten, die keinen Unterschied machen wollten zwischen Kunstfreiheit und antisemitischer Hetze. Viele tauchten daraufhin ab, so als ob nichts gewesen wäre.“ Dr. von Rüden, der alle documenta-Ausstellungen erlebt hat, fordert die Verantwortlichen dazu auf, zum Wohle der documenta fifteen und zum Wohle unserer Stadt zusammenzuführen und parteipolitische Streitigkeiten für die Dauer der Kunstausstellung hintenanzustellen.

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