CDU sieht Kulturkonzeption weiter kritisch – Antrag für mehr Konkretisierung vorgelegt

Marcus Leitschuh

Marcus Leitschuh

Die CDU-Fraktion bleibt auch nach der Beratung im Kulturausschuss kritisch gegenüber der vom Magistrat vorgelegten „Kulturkonzeption“. Den Stadtverordneten war der Abschlussbericht und eine Priorisierungsliste zur Kenntnisnahme ohne Veränderungsmöglichkeiten vorgelegt worden. Statt der im Konzept vorgestellten „rollenden Planung“ sieht die CDU vor allen Dingen „viele fliegende Fragezeichen“, so Marcus Leitschuh, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Einzig eine aus rund elf Punkten bestehende Liste mit „Schritten“ stand zur Abstimmung. Die CDU hatte immer wieder in die Beratung eingebracht, dass sie sich unter einem Konzept etwas anderes vorstellt. „Wesentliche Träger der Kasseler Kultur kommen in der Abschlussdokumentation nicht vor und auch der Magistrat macht nicht klar, wie er mit ihnen und diesen Themen umgehen will“, so Leitschuh. Im Kulturausschuss hat die CDU deshalb eine neun Punkte umfassende Ergänzung der „Schritte“ eingebracht. Dazu gehört u.a. die Sicherung des Henschel-Museums, die Stärkung des Staatstheaters und der freien Theaterszene, eine intensivere Kooperation zwischen Museen von Stadt und Land, die Unterstützung der Tanzszene durch Aufnahme in den Tanzpakt „Stadt-Land-Bund“, eine Evaluation des Raumbedarfs beim Naturkundemuseum, die Stärkung des Kinostandortes Kassel, eine Weiterentwicklung der „Marke Grimm“ und eine Ermöglichung des Kulturzeltangebotes. Leitschuh: „Wenn die Stadt ihr Kulturkonzept vorlegt, dann müssen auch die Themen vorkommen, die die Kulturpolitik in den letzten Monaten bewegt hat“. Die CDU-Fraktion hat jetzt bis zur abschließenden Beratung im Haupt- und Finanzausschuss Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Wenigstens bei den einzig zur Abstimmung stehenden „ersten Schritten“ als Handlungsauftrag an den Magistrat wollen wir mehr Konkretisierung“, ergänzt Leitschuh.

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