CDU kritisiert Schließungspläne der Sparkasse scharf

Dr. Michael von Rüden

Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Kassel kritisiert die Pläne der Kasseler Sparkasse, bis zum Monatsende 21 Selbstbedienungsstandorte sowie Geldautomaten in Stadt und Landkreis Kassel abzuschaffen. „Wir verlangen eine Erklärung des Sparkassen-Verwaltungsratsvorsitzenden Landrat Schmidt (SPD) und seines Stellvertreters, Oberbürgermeister Geselle (SPD), über die Schließungspläne der Sparkasse und kreative Vorschläge für alternative Lösungen des Problems“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael von Rüden. Die Kasseler Sparkasse habe bereits in der Vergangenheit ihr Filialnetz ausgedünnt. Nun wolle man sich offenbar weiter aus der Fläche zurückziehen. Dabei dürfe aber der Auftrag der Sparkasse als wichtiger Grundpfeiler kommunaler Daseinsvorsorge und kommunaler Selbstverwaltung nicht in Frage gestellt werden. Auch in Zukunft müsse eine flächendeckende Versorgung der Bürgerinnen und Bürger durch die Sparkasse gewährleistet werden. Dr. Michael von Rüden: „Nicht alle Bürgerinnen und Bürger wickeln ihre Bankgeschäfte digital ab. Gerade ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen sind auf einen wohnortnahen Service angewiesen. Die Leute sind zurecht empört über die Schließungspläne.“ Für die CDU stellt sich die Frage, wieso Landrat Schmidt (SPD) und Oberbürgermeister Geselle (SPD) als Spitzen des Sparkassen-Verwaltungsrates diesen massiven Rückbau nicht verhindert haben. „Wer, wie die Kasseler Sparkasse, für über 50 Millionen Euro Deutschlands größte Sparkassenfiliale bauen wolle, sollte dies nicht zu Lasten der wohnortnahen Daseinsvorsorge tun“, so Dr. von Rüden.

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