CDU-Fraktion kritisiert Entwurf des Schulentwicklungsplans

Dr. Michael von Rüden

Dr. Michael von Rüden

Der vorliegende Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans entspricht in Struktur und Inhalt nicht den Erwartungen der Kasseler CDU-Fraktion. Zukunftsorientierte Konzepte sind nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Michael von Rüden kaum zu entnehmen. Ging der letzte Schulentwicklungsplan noch von einer rückläufigen Schülerzahl aus, so erwies sich dies in den folgenden Jahren als Fehlprognose. Die nötigen Konsequenzen zog die zuständige Schuldezernentin Janz (Bündnis90/Grüne) daraus nicht, so Dr. von Rüden. Vielmehr betrieb sie ohne Not die Schließung der Joseph-von-Eichendorff-Schule, in die nur wenige Jahre zuvor noch enorme Sanierungskosten investiert worden waren. Ähnlich erging es der Heinrich-Steul-Schule, eine Förderschule, die der weitest gehenden Einführung der Inklusion zum Opfer fiel. Beide Schulorganisationsmaßnahmen führten dazu, dass Bettenhausen und das Forstfeld weiße Flecken in der Bildungsregion Kassel darstellen. Dr. von Rüden bemängelt ferner, dass in dem Schulentwicklungsplan ein dringend erforderliches Investitionsprogramm für alle Kasseler Schulformen fehle. Die nötigen Mittel dafür seien schließlich durch die Kommunalen Investitionsprogramme I und II von Bund und Land bereitgestellt worden und die Stadt solle nicht ständig auf das fehlende Geld hinweisen. Als weiteren schweren Mangel erachtet Dr. von Rüden das Fehlen eines qualitätsorientierten Schulentwicklungskonzeptes, bei dem die Förderung der Schülerinnen und Schüler nach Eignung und Befähigung im Vordergrund stehe. Stattdessen gehe es bei „Qualität von Schule“ offenbar nur um den Ausgleich von familiären und sozialen Defiziten. Die CDU-Fraktion fordert darüber hinaus, im Schulentwicklungsplan klar zu sagen, dass Landkreisschülerinnen und –schüler, vorbehaltlich der Kapazitäten, auch in Zukunft Stadtschulen gemäß einer langjährigen guten Tradition besuchen dürfen.

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