CDU-Fraktion fordert Ölabscheideanlage für Feuerwehrhaus Wolfsanger

Holger Augustin

Ein neues Feuerwehrhaus ohne Ölabscheideanlage ist weder zeitgemäß noch umweltgerecht, so der feuerwehrpolitische Sprecher der Kasseler CDU-Fraktion, Holger Augustin. Das neue Feuerwehrhaus im Stadtteil Wolfsanger wird aus Kostengründen offensichtlich ohne Ölabscheideanlage geplant. Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Einsätze der Feuerwehr Wolfsanger mittlerweile bei mehr als 130 pro Jahr liegt und die Zahl der Stellplätze im neuen Feuerwehrhaus von 2 auf 5 steigt, ist diese Entscheidung weder aus ökologischen noch feuerwehrtaktischen Gründen nachvollziehbar. „Wir reden hier von Menschen, die zum Schutz der Bevölkerung ihre Freizeit opfern und denen dann noch zugemutet werden soll, zusätzlich nach jedem Einsatz zur Feuerwache 1 zu fahren, um die Fahrzeuge zu reinigen“, so Augustin. Das ist auch den Arbeitgebern gegenüber unfair, die dann ihre Arbeitnehmer länger freistellen müssen. Lohnfortzahlungen durch die Stadt helfen Kleinbetrieben da wenig. Dem Wunsch der Stadt Kassel, den Kraftfahrzeugverkehr in der Stadt Kassel zu reduzieren, ist diese Entscheidung auch nicht zuträglich, da hierdurch mehr oder längere Fahrten der Feuerwehrfahrzeuge anfallen. Auch beim regelmäßigen Übungsdienst auf dem dafür vorgesehenen Platz des neuen Feuerwehrgeländes kann es, bei aller Vorsicht, immer wieder passieren, dass umweltunverträgliche Flüssigkeiten versickern und dann nicht aufgefangen werden. Betrachtet man die Nähe zur Fulda, ist das nicht zu akzeptieren. Es ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass viel von der Förderung des Ehrenamtes gesprochen wird, man dann aber einen Rückzieher macht, wenn es ernst wird. Als selbstverständlich wird es aber hingenommen, wenn die Freiwillige Feuerwehr stundenlang im Einsatz ist, wie erst letzte Woche bei den Unwetterschäden. Explosionsartig steigende Kosten bei öffentlichen Bauvorhaben werden durch die Verantwortlichen mit einem Schulterzucken hingenommen, geht es im Verhältnis dazu um geringe Summen zur Förderung des Ehrenamtes und Berücksichtigung des Umweltschutzes, wird schnell der Rotstift angesetzt, so Holger Augustin.

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