CDU-Fraktion fordert erneut den Bau eines Fernbusbahnhofs

Dominique Kalb

Trotz mehrfacher Aufforderungen und Nachfragen der CDU verzögert der rot-grüne Magistrat weiterhin konsequent den Bau eines Fernbusbahnhofs. „Seit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs Anfang 2013 sind nunmehr 5 Jahre vergangen und der verantwortliche Stadtbaurat Nolda (Grüne) hat es in dieser Zeit noch nicht einmal geschafft, ein entscheidungsfähiges Realisierungskonzept auf den Tisch zu legen“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dominique Kalb. Für die CDU-Fraktion ist klar, dass Kassel sowohl aus verkehrsplanerischen Überlegungen als auch zur Förderung der Erreichbarkeit und des Tourismus ein Eigeninteresse an einem Busbahnhof haben muss. Kassel ist für Fernbusunternehmen als Drehkreuz und Umsteigestandort sowohl für nationale als auch für internationale Buslinien hoch interessant. „Anstatt vorhandene Chancen zu nutzen, ist das Ergebnis des Unwillens und der Entscheidungsschwäche von Stadtbaurat Nolda eine anhaltend unkoordinierte Haltestellensituation und die Belastung der Bevölkerung durch den Busverkehr. Hier muss endlich gehandelt werden und bei etwas gutem Willen wäre die Standortfrage auch in kürzester Zeit lösbar, wobei für die CDU nur Standorte mit guter Autobahn- und ÖPNV-Anbindung zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs wie z.B. im Bereich Auestadion sinnvoll erscheinen“, so Kalb. Die CDU-Fraktion wird in Kürze einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen mit dem Ziel, den Fernbusbahnhof schnellstmöglich zu realisieren und hofft dabei auf Unterstützung durch die anderen Fraktionen. Auch die Finanzierung des Baus wäre ein lösbares Problem. Wenn die Stadt einen Fernbusbahnhof nicht selber bauen kann oder will, müssen entsprechende Partner gesucht werden. Da der Betrieb von Fernbusbahnhöfen durchaus für private Unternehmen von Interesse sein kann, wenn neben Nutzungsgebühren für die Fernbusanbieter und der Vermietung von Werbeflächen zusätzliche Einnahmequellen aus Vermietung und Verpachtung von Ladenflächen für Gastronomie und Reisebedarf erschlossen werden können, ist Herr Nolda gefragt, hierzu ein Interessenbekundungsverfahren durchzuführen. Hierbei kann zwischen verschiedenen möglichen Betreibermodellen abgewogen werden. Vorstellbar wäre, dass die Stadt die für den Bau eines Fernbusbahnhofes und seiner Infrastruktur, zu der auch Aufenthaltsräume und sanitäre Anlagen gehören, notwendigen Flächen kostengünstig z.B. im Rahmen einer Verpachtung zur Verfügung stellt.

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