CDU fordert sinnvolle Verkehrsmaßnahmen

Dominique Kalb

Holger Augustin

Abgesehen davon, dass die Stadt Kassel entgegen der einschlägigen Vorschriften handelt, ist das bloße Aufstellen eines Tempo 30 Schildes an der Ihringshäuser Straße/Arnimstraße im Sinne der Verkehrssicherheit eher ein Ausdruck der Unsicherheit seitens der Stadt Kassel. Wenn es sich wirklich um einen Unfallhäufungspunkt handelt, sollte an der Stelle ein Linksabbiegeverbot eingerichtet werden. Dieses könnte durch Polizei und Ordnungsamt in regelmäßigen Abständen aktiv überwacht werden, um mit den Verkehrsteilnehmern unmittelbar nach dem Verstoß in Kontakt zu treten um die möglichen Folgen des Verstoßes näher zu bringen. Ein anonymer Bußgeldbescheid Tage später führt nicht unbedingt zu einer Einsicht der Verkehrsteilnehmer, die direkte Ansprache ist da wesentlich effektiver, so Dominique Kalb, verkehrspolitischer Sprecher und Holger Augustin, sicherheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Abgesehen davon, führt eine so kurze Tempo 30 Zone an einer Hauptverkehrsstraße zu einem unnötigen unterbrechen des Verkehrsflusses. Das bedeutet einen zusätzlichen Gefahrenpunkt, da Autofahrer kurzfristig die Geschwindigkeit reduzieren müssen, was an dieser Stelle zu unnötigen Auffahrunfällen führen kann. Auch umwelttechnisch ist eine derartige Tempo 30 Zone suboptimal, da das kurzfristige Abbremsen und das Wiederbeschleunigen zu einer unnötigen Erhöhung der Umweltbelastung führen. Im Übrigen erschließt sich auch nicht, warum eine Reduzierung des Tempos das Übersehen von Straßenbahnen oder Gegenverkehr verhindern soll.

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