CDU fordert Magistrat zu Koordinierung von kulturellen Open-Air-Veranstaltungen auf

Marcus Leitschuh

Die CDU-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung fordert die Stadt zu mehr Engagement für die Kasseler Kultur- und Kreativwirtschaft auf. Da die aktuelle Pandemielage kaum Voraussagen für den Kulturbetrieb in Innenräumen zulässt, fordert die CDU die Stadt Kassel auf, im Sommer Open-Air-Veranstaltungen zu koordinieren und zu unterstützen. „Es gibt in Kassel bereits traditionelle Open-Air-Formate, neue werden gerade entwickelt und die Stadt könnte zusätzlich überlegen z.B. auf dem Friedrichsplatz zusammen mit Kassel-Marketing, Schaustellern und Citykaufleuten eine Bühne zu platzieren, die von Kulturschaffenden kostenfrei genutzt werden kann“, so der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marcus Leitschuh. Deshalb soll die Stadt beim Land Hessen Fördergelder für das Programm „Ins Freie!“ beantragen bzw. Kulturschaffende bei der Beantragung unterstützen. Bis zu 500.000 Euro sind dabei möglich. Das Förderprogramm Ins Freie!“ unterstützt den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender Open-Air-Veranstaltungsformate sowie pandemie-kompatibler Pop-Up-Spielstätten. „Die Idee ist, zusätzliche Kulturveranstaltungen im Freien zu ermöglichen. Damit bekommen Künstlerinnen und Künstler Auftrittsmöglichkeiten, technisches Personal und Dienstleister erhalten Aufträge und das Publikum bekommt endlich wieder kulturelle Angebote“, so Marcus Leitschuh. Das Land Hessen hat insgesamt 10 Millionen Euro im Fördertopf. Weil der Aufwand für Einrichtung und Bewerbung solcher Projekte groß ist, ermutigt das Land Hessen ausdrücklich zur Kooperation verschiedener Veranstalter und Gruppen. Ein Antrag muss sich dabei nicht zwangsläufig auf einen festen Standort beziehen, sondern kann auch „wandern“ oder an mehreren Orten stattfinden. Hier bieten sich über den Sommer in Kassel vielfältige Kooperationsmöglichkeiten verschiedener Orte, Veranstalter und Konzepte an, so Marcus Leitschuh. Eine Koordination durch die Stadt Kassel ist das Mindeste, was man aktuell erwarten kann. Bereits Anfang des Jahres hatte die CDU gefordert, dass die Stadt bei der Bereitstellung von Spielorten aktiver wird, etwa in der Öffnung von Schulaulen, der Stadthalle oder auch Anmietungen der speziell ausgestatteten Halle 5 in der Messe Kassel.

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